Die Geschichte vom „Schwarzen Fritz“

In Tennstedt in sächsischer und preußischer Zeit Mitte des 18. Jahrhunderts trieb eine Räuberbande ihr Unwesen. Bandenführer war ein gewisser Johann Friedrich Müller – genannt „Schwarzer Fritz“.

Eine umfangreiche Schilderung der letzten Hinrichtung 1758 im alten Tennstedt ist vom Chronisten Wohlfarth in seiner Ausgabe von 1894 erfolgt.

Nach der Festnahme der Bande Ende 1756, kam ihr Anführer Müller ins Gefängnis, in die Fronveste von Tennstedt und musste dort bis zu seiner Verurteilung und Hinrichtung ausharren.

Am 13. Juni 1758 wurde der „Schwarze Fritz“ durch das Schwert hingerichtet. Auf der Stadtmauer saßen Tausende um der Hinrichtung zuzusehen. Eine öffentliche Hinrichtung war damals ein Volksfest, die Zuschauer kamen aus nah und fern, das sich über mehrere Tage hinzog, bis es zur eigentlichen Vollstreckung kam.