Bronzezeit (2250 – 800/750 v. Chr.)

Aus der frühen Bronzezeit deutet sich durch jeweils wenige Scherbenfunde der Aunjetitzer Kultur (2200 – 1600 v. Chr.) eine Besiedlung auf dem Gelände der späteren Burg (Haupt- und Vorburg) sowie nordöstlich und südlich/südöstlich des Ortes an.

 

Die betreffenden Plätze haben auch Funde der endneolithischen Gockenbecherkultur erbracht. So dass hier mit einem Siedlungsbeginn im älteren Abschnitt der Aunjetitzer Kultur (2200 – 2000 v. Chr.) gerechnet werden kann.

Funde der älteren und mittleren Bronzezeit fehlen bisher. Erst aus der Spätphase dieser Periode ist wieder vermehrt eine Besiedlung der Gemarkung zu beobachten, die der in Nordwestthüringen weit verbreiteten „Unstrutgruppe“(13. – 8. Jh. v. Chr.) zuzuordnen ist.

 

Neben sicheren Funden (dabei eine Scherbe mit Abrollung eines Bronzeringes) aus dem bereich Goldborn sind vor allem zwei bedeutende Areale zu nennen, die eine intensive Besiedlung der „Unstrutgruppe“ tragen. Es handelt sich um einen um das Gelände der mittelalterlichen Burg (Haupt- und Vorburg), wo bei kleinen Rettungsgrabungen Siedlungsgruben mit verkohlten Getreideresten und Scherbenmaterial geborgen werden konnten. Uund zum anderen um das Areal Tulpenweg, Mäuerchensweg und Greußener Weg.

Eine fachmännische Untersuchung des Geländes während des Haus- und Straßenbaus 2002/03 konnte eine Reihe von Siedlungsbefunden (Vorrats- und Abfallgruben, Pfostengruben und Profile von Grubenhäusern) und eine eventuell zugehörige und wohl als Opfer zu interpretierende „Bestattung“ eines Pferdes nachweisen.

 

Eine im Jahr 2006 in Heidelberg erfolgte absolute Altersbestimmung der Pferdeknochen mit Hilfe der C 14 –Methode (Radiocarbon- Methode) ergab eine Datierung zwischen 1200 und 1050 v. Chr.

„Damit gehört das Pferd zu der bislang selten nachgewiesenen älteren Entwicklungsphase der Unstrutgruppe.

Standort und Archiv:

Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie