Neuere archäologische Funde

In den letzten 10 Jahren nahm die archäologische Forschung im Gebiet der VG Bad Tennstedt zu. So konnte auch nachgewiesen werden, dass seit der Altsteinzeit Menschen unser Gebiet durchstreiften.

Ein wichtiger Fund wurde 2008 in der Gemarkung Mittelsömmern (VG Bad Tennstedt) gemacht. Ein Feuersteingerät (Kratzer/ Spitzklinge) zeigt an, dass während der Jüngeren Altsteinzeit (35000 – 15000 Jahre vor Heute) Menschen hier gelebt bzw. auf Jagdstreifzügen unsere Gegend durchwandert haben.

Foto: Mühlhäuser Museen
Foto: Mühlhäuser Museen

Der Fund ist einer der frühesten Nachweise für die Anwesenheit von Menschen im heutigen Unstrut-Hainich- Kreis.

Der älteste Fund ist ein Faustkeil ca. 100 000 Jahre alt vom Fundort Höngeda. Dieses, in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, gefundene Artefakt befindet sich heute im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

 

Diese Eiszeitmenschen lebten als Wildbeuter und Sammler. Ihre vorrangige Jagdbeute war Ren, Wildpferd, Steinbock, Wildrind, Kleintiere und die heute noch in Mittelasien vorkommende Saigaantilope. Der Speiseplan wurde ergänzt durch das Sammeln von Früchten, Beeren, Pilzen, Knollen und essbaren Wildpflanzen. Diese Lebensweise behielten unsere Vorfahren auch in der Mittelsteinzeit (9600-5500/5000 v. Chr.) bis zur Jungsteinzeit bei.