Thüringer Königreich und fränkische Kolonisation

Das zu dieser Zeit im Stadtgebiet bzw. im nahen Umfeld gesiedelt wurde, ist möglich, da von drei Plätzen Fundnachweise in der Gemarkung vorliegen.

 

Von der Burg liegen zwei gesicherte Stücke vor, das Fragment eines dünnwandigen polierten Tongefässes (Schale oder Becher) mit vertikal auf dem Körper angebrachtem plastischem Rippendekor. Dieses gehört zur charakteristischen „altthüringischen Feinkeramik des späten 5. und 6. Jh.. Schon in das entwickelte oder späte 6. Jh. gehört eine zweigliedrige eiserne Gürtelschnalle mit langovalem Schnallenrahmen und breitovalem Riemenbeschlag. Der auf der Schauseite drei große runde Bronzeziernieten trägt.

Fotos: Mühlhäuser Museen

Standort: Mühlhäuser Museen

Eine mehrperiodische Siedlungsplatz im Osten der Gemarkung erbrachte ebenfalls ein Fragment eines “altthüringischen Feingefäßes mit schräg angebrachten Rippendekor, ein ebenfalls hier geborgenes Fragment eines wellenverzierten   Bechers könnte in die Merowingisch/karolingische Zeit deuten.