„stinkender Molch“

Der sogenannte Bruchstedter Bach, gewöhnlich im Volksmund „Baach“ genannt, an und für sich wenig Wasser enthaltend, schwillt bei Regengüssen häufig recht bedeutend an. Durch die dadurch entstandene allmähliche Vertiefung des Flussbettes wurde unter demselben liegende Schwefelquelle zu Tage gefördert.

 

Das Flachland der Gegend besteht aus horizontalen Schichten (Gartenerde, Ton, Torf, Moor). Die Tuffsteinschicht ist der eigentliche Behälter des Schwefelwassers, welches nach allmählichem Wegspülen der Erd-, Ton- und Torfschicht zum Vorschein kam.

 

Allerdings nicht rein, sondern vermischt mit Flusswasser und vermengt mit Schlamm und Sand. Am stärksten fanden sich die Erscheinungen in einem etwa 200 Schritt umfassenden Raume des Flussbettes vor. Besonders in der gegenwärtigen Hauptquelle fand man bei kleinem, ruhigem Wasser und heiterem Himmel das Flussbett mit einer weißlichen Kruste überzogen, wobei blaue und grüne Farben widerspiegelten, die in alle Farben wechselnd dem Auge einen schönen Anblick boten. Die unangenehme Ausdünstung  dieses Ortes verschaffte der Quelle den Namen „stinkender Molch“

 

(Auszug aus R .Sabath  „Die Entwicklung und Bedeutung des Schwefelbades“ )