Tennschter Scharfgericht 2015


Im sächsisch und preußisch regierten Tennstedt, zur Mitte des 18. Jahrhunderts, trieb eine Räuberbande ihr Unwesen. Bandenführer war ein gewisser Johann Friedrich Müller – genannt „Schwarzer Fritz“. Mit der Festnahme der Bande im Jahre 1756 konnte dem barbarischen Treiben ein Ende gesetzt werden und Müller kam in das Tennstedter Gefängnis - die Fronveste. Dort musste er bis zu seiner Verurteilung und Hinrichtung ausharren.

 

Am 13. Juni 1758 wurde der „Schwarze Fritz“ durch das Schwert hingerichtet. Auf der Stadtmauer saßen Tausende um der Hinrichtung zuzusehen. Eine öffentliche Hinrichtung war damals ein Volksfest, das sich über mehrere Tage hinzog, bis es zur eigentlichen Vollstreckung kam.

 

Zu einem solchen Feste laden wir die Bürger aus Nah und Fern ein. Neben dem Schauspiel über die Verhandlung und letztendlich die Vollstreckung des Strafmaßes warten wir mit einem großen bunten Markttreiben auf.

 

4. Juli 2015, ab 10 Uhr auf dem Marktplatz in Bad Tennstedt